Geschrieben von Armin Wolf am Oktober - 24 - 2011 | 0 Kommentare
Gesundheit, Ischias

Der Ischiasnerv entspringt an der Lendenwirbelsäule dem Plexus lumbosacralis, dem Lenden-Kreuzbein-Geflecht. Von dort aus zieht er mittig über das Gesäß und die Rückseite des Oberschenkels bis in die Kniekehle. Seine Aufgabe ist es, die Muskeln dort zu versorgen. Wird der Ischiasnerv gereizt oder geschädigt, bekommt der Betreffende Schmerzen. Die typischen Ischiasschmerzen sind im Rücken spürbar und ziehen über den Po bis ins Bein. Dabei ist hauptsächlich die Rückseite des Oberschenkels betroffen. Der Schmerz kann aber auch bis in den Unterschenkel hinein ausstrahlen. Charakteristisch für Ischias-Beschwerden ist die Tatsache, dass sie nach Ruhezeiten wie morgens beim Aufstehen schlimmer sind als nach Bewegung. Je nachdem, welche Ursache den Schmerzen zugrunde liegt, können den Schmerz auch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl begleiten.
Mögliche Ursachen für Ischias-Schmerzen
Der Grund für die Beschwerden kann eine einmalige Reizung des Nervs durch Kälte sein. Aber auch ein Dauerreiz, der zum Beispiel von einem Bandscheibenvorfall oder einer Entzündung stammt, kann Probleme verursachen. Wird der Ischiasnerv eingeklemmt, kann das sogar zu Lähmungserscheinungen führen. Dies ist ein Alarmsignal. Der Betroffene sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Auch Schwangere haben häufig Schwierigkeiten mit dem Ischiasnerv. Die Gewichtszunahme durch den wachsenden Fötus ist eine Belastung für ihre Wirbelsäule, die zu Schmerzen führen kann.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Der Arzt kann Ischiasbeschwerden mit Medikamenten behandeln. Dies kann durch eine Spritze geschehen, durch schmerzlindernde Tabletten oder Salben. Im akuten Schmerzgeschehen kann für den Betroffenen eine so genannte Stufenbettlagerung hilfreich sein. Dabei liegt der Patient auf dem Rücken und hat die Beine stufenartig im rechten Winkel hochgelagert. Auch eine Wärmflasche oder Fangopackung kann bei Beschwerden des Ischiasnervs wohltuend sein. Die Naturheilkunde kennt ebenfalls Möglichkeiten, die Schmerzen mit zum Beispiel Akupunktur, Osteopathie, Wickeln und Auflagen, Chiropraktik oder einer Schröpfbehandlung zu lindern. Besser ist es jedoch, vorzubeugen indem man sich viel und rückengerecht bewegt und auf sein Gewicht achtet

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