Fibromyalgie oder Weichteilrheumatismus ist eine recht häufig auftretende, chronische Erkrankung, die mit starken Muskelschmerzen und weiteren Beschwerden einher geht. „Fibro-my-algie“ wird dabei wörtlich mit „Faser-Muskel-Schmerz“ übersetzt. Trotz ihrer Häufigkeit weiß man noch nicht besonders viel über diese Krankheit. Das hat in der Vergangenheit oft zu Fehldiagnosen geführt. Die genauen Ursachen der Erkrankung sind dabei noch weitestgehend unerforscht. Man weiß allerdings, dass neben persönlicher Veranlagung auch Stress, familiäre Todesfälle, physische oder psychische Überlastungen oder Verletzungen, Fehlhaltungen des Körpers oder andere Erkrankungen durchaus zu Fibromyalgie führen können.
Das eigentliche Krankheitsbild entwickelt sich oft über einen ziemlich langen Zeitraum. Dabei treten Beschwerden an verschiedenen Körperstellen auf. Meist ist zuerst der Rücken betroffen. Schmerzen in Armen und Beinen kommen hinzu und werden stärker. Der Verlauf wird chronisch. Weitere Symptome können Schlafstörungen sein oder schmerzhafte Beschwerden der Gelenke, die besonders morgens und abends oder bei nasskaltem Wetter schlimmer werden. Die Erkrankung ist zwar nicht lebensbedrohlich und führt auch nicht zu Gelenkversteifungen oder gar zur Gelenk- und Organzerstörung, ist aber trotze alledem für Fibromyalgie-Kranke sehr unangenehm. Betroffen sind in der Regel Personen mittleren Alters, dennoch sind auch Fälle bekannt, bei denen bereits Kinder und Jugendliche erkrankt sind.
Die Hauptbeschwerden beginnen fast immer an der Wirbelsäule und die Schmerzen greifen dann auf Schultern, Ellenbogen, Hände, Knie und Sprunggelenke über. Auch Verspannungen, sogar bei der Gesichts- und Kiefermuskulatur, sind keine Seltenheit. In den meisten Fällen verstärken sich die Symptome oder Beschwerden bei langem Sitzen, Stehen oder Laufen noch. Schlafstörungen sind nicht selten die Folge solcher Schmerzen. Das führt zwangsläufig zu Müdigkeit am Tag, Erschöpfung und Leistungsabfall. Typische Fibromyalgie Symptome sind auch Kopfschmerzen, Gefühlsstörungen an Händen und Füßen, Darmbeschwerden, Herzrasen, Atemnot sowie seelische Verstimmung und Depressionen. All das führt am Ende dazu, dass es Fibromyalgie-Kranken zunehmend schwerer fällt, ein zumindest einigermaßen „normales“ Leben zu führen. Aus medizinischer Sicht ist eine Heilung bis heute eher unwahrscheinlich. Wenngleich es in Einzelfällen zu einem spontanen Rückgang kommen kann, so sind die Rückfallrate oder fortschreitende Krankheitsverläufe eher an der Tagesordnung.
Nachdem die Beschwerden festgestellt und analysiert sind, gilt es zunächst, die Schmerzen zu minimieren und Entzündungen medikamentös zu stoppen. Die eigentliche Therapie bei Fibromyalgie gestaltet sich auf Grund der Vielzahl der Symptome und deren Wechselwirkungen als recht schwierig. Meist kommen unterschiedliche Medikamentengruppen zum Einsatz. Sinnvoll sind zudem leichte Krankengymnastik, Bewegungsbäder und Massagen oder gezielte Betäubungsinjektionen. Da die Erkrankung noch relativ unerforscht ist, können leider auch keine wirksamen Maßnahmen zur Vorbeugung genannt werden.
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