Die Ursachen für Blähungen sind in der Medizin hinreichend bekannt. Durch natürlich im Darm vorkommende Bakterien, die schwefel- und methanhaltige Gase produzieren, entsteht im Bauch ein Druckgefühl, das durch die Blähung über den After entweichen kann. Bei einigen Betroffenen verursacht dieses Druckgefühl ein Schmerzempfinden im Bauch, welches häufig mit Erbrechen oder starker Übelkeit einhergeht. Die meisten dieser Menschen müssen Arzneimittel gegen Blähungen einnehmen und bekommen sogar Schmerzmittel verschrieben.
Die häufigste Ursache für eine vermehrte Gasproduktion der entsprechenden Bakterien im menschlichen Darm ist die Einnahme von sehr fettreicher Nahrung und von Alkoholkonsum. Fettreiche Nahrung bietet den Darmbakterien eine wertvolle Nahrungsquelle, was letztlich auch eine erhöhte Gasproduktion zu Folge hat. Um dem vorzubeugen, ist es ratsam, die Speisen zu kochen und ohne oder nur mit wenig Fett zuzubereiten. Bei der Nahrungsaufnahme sollte zusätzlich auf Hülsenfrüchte und auf Kohlspeisen verzichtet werden. Solche Gemüse- und Obstsorten fördern ebenso die Gasproduktion wie die fettreiche Nahrung.
Übermäßige Blähungen können aber auch krankheitsbedingt vorhanden sein und als eine Veranlagung vererbt worden sein. Aber auch eine geringe Darmtätigkeit oder eine ungesunde Darmflora können Blähungen fördern.
Wichtig ist vor allem, dass vor der Nachtruhe auf Salate und Kohlgerichte verzichtet wird, da die Darmtätigkeit zu dieser Zeit nur sehr träge verläuft und die Blähproduktion begünstigen würde.
Natürlich gibt es auch Mittel gegen Blähungen, die der Gasproduktion entgegenwirken. Zum Beispiel besitzt die Säure im Apfelessig den Charakter, die Gasbildung der Darmbakterien zu hemmen und zu verringern. Es können aber auch einfache Kräuter wie Kümmel und Fenchel angewendet werden. Diese werden einfach auf die Speisen verteilt und eingenommen. Die entblähende Wirkung kann aber auch durch bestimmte Teesorten erzielt werden. Dazu zählen neben den genannten Fenchel und Kümmel auch der Bärlauchtee und der Rosmarintee. Zudem kann der Verdauungsspaziergang nach dem Essen dafür sorgen, dass die Darmtätigkeit gesteigert wird und die Nahrung besser verdaut wird. Je schneller der Darm die Nahrung aufnimmt, desto geringer ist die Gasproduktion durch die Darmbakterien und desto geringer ist auch das unangenehme Druckgefühl im Bauch.
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