Geschrieben von Armin Wolf am April - 15 - 2011 | 0 Kommentare
schmerzen in der leiste

Leistenschmerzen können viele unterschiedliche Ursachen haben, in der Regel kann der Hausarzt aber schon beim Erstbesuch durch Anamnese und körperliche Untersuchungen die richtige Diagnose stellen. Sollte das nicht gelingen, helfen Ultraschall- oder Röntgentechnik. Obwohl die Diagnose von Leistenschmerzen einfach scheint, sind Beschwerden in dieser Region nicht zu unterschätzen, denn die meisten Patienten verbinden ihre Schmerzen in der Leiste meist kurzerhand mit dem Hüftgelenk. Der Hausarzt wird oft erst gar nicht informiert und erfährt erst später durch den Facharzt vom Problem seines Patienten. Aufgrund der großen Zahl an möglichen Ursachen für auftretende Leistenschmerzen sollte im Zweifelsfall der Gang zum Arzt immer gemacht werden.

Die häufigsten Gründe für Schmerzen im Leistenbereich sind die Leistenzerrung bzw. der Leistenbruch. Bei Zerrungen im Bereich des Leistenbandes mit belastungsabhängigen Schmerzen sowie einem Druckschmerz in der Leiste ist der Grund meist zu intensive Belastung. Hier genügt es aber meist, wenn man sich schont und die entsprechenden Medikamente wie verordnet einnimmt. Oftmals kommt es aber auch vor, dass Beschwerden in der Leistengegend von den Betroffenen vorschnell durch Eigendiagnose als Zerrung eingeordnet werden, obwohl eigentlich ein Leistenbruch vorliegt. Ist das der Fall, wird heutzutage in der Regel operiert. Die Operation erfolgt ambulant. Je nach Größe des Bruches und der Stabilität des Bindegewebes kann es sinnvoll sein, ein verstärkendes Netz zu implantieren. Moderne Netze sind vom Patienten nicht zu spüren und verschließen die Bruchpforte dauerhaft.

Leistenschmerzen können aber auch von einer Degeneration des unteren Wirbelsäulenbereichs herrühren, auf Veränderungen im Oberschenkelknochen, wie z.B. Frakturen, zurückzuführen sein oder aus Erkrankungen im Urogenitalbereich bzw. gynäkologischen Erkrankungen entstammen. Eine bloße Schwellung in der Leiste kann Ursache entzündeter oder geschwollener Lymphknoten sein bzw. im ungünstigsten Fall durch Metastasen verursacht sein.

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