Geschrieben von Armin Wolf am März - 30 - 2011 | 0 Kommentare

Migräne ist mehr als starke Kopfschmerzen. Die Betroffenen dieser Krankheit leiden an Begleitsymptomen, die mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen einhergehen und zu starker Übelkeit führen kann. Es handelt sich bei der Migräne um eine neurologische Erkrankung, die etwa 10 Prozent der Bevölkerung betrifft. Dabei sind Frauen anfälliger für diese Krankheit als Männer. Etwa 15 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer leiden an Migräne. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber wirkungsvoll zu behandeln.

Die Krankheit hat keine psychologischen Ursachen. Vielmehr handelt es sich um körperliche Beschwerden, welche die Lebensqualität erheblich einschränken. Doch woran erkennt man Migräne Symptome? Im Verlaufe der Erkrankung durchlaufen manche Betroffenen mehrere Phasen, die unterschiedlich Symptome hervorrufen. Einige der möglichen Symptome in der Vorbotenphase sind Müdigkeit, häufiges Gähnen und eine Geräusch-Überempfindlichkeit. Oft kommt es auch zu Heißhungerattacken und zu Magen-Darm-Problemen, die zu Verstopfung führen. Viele können diese Symptome nicht sofort der Krankheit zuordnen. Bei einigen der Patienten kommt es vor einem Migräne-Anfall zu einer sogenannten Migräne-Aura, die das Sehvermögen beträchtlich einschränkt. Man nimmt seine Umwelt nur noch unscharf wahr. Zudem kann sich ein Sensibilitätsverlust der Haut merkbar machen, indem sich Kribbelempfinden und Lähmungserscheinungen in Armen, Beinen und Gesicht ausbreiten. In manchen Fällen kommt es zu neurologischen Ausfällen wie Sprach-, Geruchs- oder Gleichgewichts-Störungen. Die Symptome unterscheiden sich von Patient zu Patient. Diese Vorbotensymptome können zwei Tage oder wenige Stunden vor Ausbruch der Migräne-Attacke auftreten und dauern ein bis zwei Stunden an. Sie können auch dann weiter auftreten, wenn die Kopfschmerzen bereits abgeklungen sind. Die Aura ist normalerweise nach 60 Minuten vorüber bzw. klingt ab.

Bei einem Migräne-Anfall kommt es zur Kopfschmerzphase mit den Begleiterscheinungen von Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Licht-, Geruchs- und Geräuschempfindlichkeit. In etwa 70 Prozent der Fälle sind die Kopfschmerzen halbseitig und betreffen den Bereich des Auges, der Schläfe und der Stirn. Die Kopfschmerzen kommen in pulsierenden Abständen und werden durch körperliche Betätigung noch verstärkt. Bei Ruhe und Dunkelheit dagegen lassen die Schmerzen nach. Die Kopfschmerzphase kann je nach Migräne-Stärke zwischen 60 Minuten und drei Tagen andauern. Bei Kindern treten die Kopfschmerzen meistens beidseitig auf und sind von kürzerer Dauer als bei Erwachsenen. In der Rückbildungsphase, in der die Symptome langsam nachlassen, fühlt sich der Patient oft erschöpft. Die Behandlungsart der Krankheit ist von Patient zu Patient unterschiedlich, aber eine Vorbeugung der Migräne durch Medikamente ist möglich.